zdp015 Michael Uhlig - Studie zum Unternehmerlohn

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Das Thema heute ist ein sowohl politisches wie auch betriebswirtschaftliches. Es geht um den „Unternehmerlohn“ von Pflegeeinrichtungsträgern.

Jeder stationäre Pflegeeinrichtungsträger hat ein Verlustrisiko zu tragen (etwa als Folge eines Überangebotes am Markt, schwieriger Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt, etc.). Umgekehrt muss – nicht zuletzt durch das dritte Pflegestärkungsgesetz – die Pflegevergütung aber auch die Möglichkeit bieten, Gewinne zu erzielen. Diese Gewinne können dem Träger dann als die im Gesetz ebenfalls aufgeführten Überschüsse verbleiben. Kurzum: dieses „Unternehmerrisiko“ muss also angemessen berücksichtigt werden.

ABER … Wie diese Gewinnchance zu bemessen ist hat der Gesetzgeber im Detail nicht vorgezeichnet, sondern dies der Aushandlung der Vertragspartner überlassen. Was nicht verwunderlich bis heute zu einer hohen Unsicherheit in der Branche führt.

Wie also soll das ‚Risiko‘ bzw. der legitime Gewinn kalkuliert werden?

Um dies zu beantworten beauftrage der bpa das IEGUS-Institut eine Studie anzufertigen, die dieser Tage veröffentlich werden wird.

Titel: „Analyse und Quantifizierung von Wagnis und Unternehmerlohn im Kontext der Rechtslage zur Vergütung von stationären Pflegeleistungen unter besonderer Berücksichtigung der Regelungen des dritten Pflegestärkungsgesetzes (PSG III)“.

Für die Studie wurden erstmalig umfassend die wesentlichen Risikofaktoren der Branche zusammengetragen und Fragen der Qualifizierung und Quantifizierung des Risikos schematisch bearbeitet und Empfehlungen abgeleitet.

Um die Nähe zur Praxis sicherzustellen war dabei eine Arbeitsgruppe aus Unternehmens- und Verbandsvertretern privater, frei-gemeinnütziger sowie öffentlicher Träger in die Studie eingebunden. Insgesamt wurden die Daten von über 540 Pflegeeinrichtungen analysiert und ausgewertet. Schließlich begleitete ein Beirat aus Wissenschaftler_innen und Expert_innen der Branche die Studie von der Konzeption bis zur Erarbeitung der Ergebnisse.

Die Studie will damit den Weg zur Quantifizierung des Unternehmerwagnisses in der Pflege aufweisen.

Um einen ersten Blick auf das Thema und die Studie zu werfen sprechen wir heute mit dem Beratungs-Praktiker Michael Uhlig.

Zum Gesprächsgast: Michael Uhlig

Der Management- und Organisationsberater arbeitet bei der contec in den Schwerpunkten betriebliche Beratung und Begleitung sozialer Einrichtungsträger, konzeptionelle Weiterentwicklung, Gestaltung von Quartierskonzepten und Erlösoptimierung.

Profil | Email: m.uhlig@contec.de

LINKS aus dem Gespräch

Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre “Der Wöhe”contecforum | IEGUS Institut | Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa)

Haben Sie Interesse an der Studie?

Die Ergebnisse der Studie liegen vor und werden in Kürze veröffentlicht. Senden Sie uns eine Mail an redaktion@conzepte.info und wir geben Ihnen Bescheid, sobald die Studie erschienen ist!

Auch auf dem contecforum am 17. und 18. Januar 2018 wird das Thema diskutiert werden. Mehr dazu erfahren Sie hier.

zdp014 Franz Wagner - Neuer Präsident des DPR

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In der bundespolitischen „Abwartezeit” der Sondierungsgespräche reden wir heute mit dem neuen Präsidenten des Deutschen Pflegerates, Franz Wagner.

Darin geht es um seine Erwartungen an die neue Bundesregierung, Wege, um der Pflege selber mehr Mitsprache im politischen Willensbildungsprozess zu geben, die Aufnahme pflegerischer Leistungen in den neuen Fallpauschalenkatalog (DRG) der stationären Versorgung und um Möglichkeiten vom internationalen Austausch zu lernen.

Zum Gesprächsgast

Franz Wagner ist seit dem 15. September 2017 neuer Präsident des Deutschen Pflegerats e.V.. Er ist gelernter Gesundheits- und Krankenpfleger mit Weiterbildungen als Intensivpfleger und zur Stationsleitung, Lehrer für Pflegeberufe und hält einen Master in Pflege- und Gesundheitswissenschaften. Er war Direktor des Instituts für Pflegeforschung am Klinikum Nürnberg und ist Bundesgeschäftsführer Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) e.V..

Links

Deutsche PflegeratWahlforderungen des DPRPressemitteilung zur Wahl von Franz WagnerPressemitteilung zum neuen Fallpauschalenkatalog 2018

zdp013 care4future mit Jessica Stahl

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Als Folge der demografischen Entwicklung wird in der Pflegebranche zunehmend die Frage zu Methoden der nachhaltigen Gewinnung motivierter Pflegenachwuchskräfte gestellt.

Um Jugendlichen in der Phase der Berufswahl authentische Einblicke in die Berufe der Pflege und Gesundheit zu geben wurde daher das Projekt care4future ins Leben gerufen.

Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bis 2013 geförderte Projekt ist Teil der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und zeigt einen Weg auf, wie junge Menschen auf interessante und authentische Art mit dem Pflegeberuf in einen positiven Kontakt gebracht werden. In regionalen Netzwerken kooperieren hierzu Unternehmen der Pflegebranche mit allgemeinbildenden Schulen, Berufsfachschulen und weiteren Partnern vor Ort.

Um dieses inzwischen in mehrfachen Netzwerken real gelebte Konzept vorzustellen: heute ein Gespräch mit Jessica Stahl. Sie beschreibt nicht nur den Ablauf zur Errichtung eines solchen Netzwerks sondern auch von den ersten Erfahrungen, die care4future vor Ort gemacht hat.

Links

Website care4future | Konzeptflyer | care4future auf facebook | Übersicht der Netzwerke | Profil von Jessica Stahl auf der contec Website | Email an Jessica Stahl